T'ai Chi und Zen

 

Wir praktizieren T’ai Chi im Yang-Stil – das heißt dem „Stil der Familie Yang“ – nach den chinesischen Großmeistern Yang Cheng Fu (1883 – 1936) und Cheng Man-ch‘ing (1901 – 1975). Dieser Stil ist in Europa und Nordamerika weit verbreitet. T’ai Chi ist eng verbunden mit dem Daoismus, Chinas authentischer religiös-philosophischer Weltanschauung.

Wir üben T’ai Chi aufrecht, achtsam und absichtslos im Stile des Zen. Dabei stehen wir in der Tradition des Sitzens im Schweigen (Zazen), wie es der Jesuitenpater Hugo Lassalle (1898 – 1990) und andere christliche Geistliche von Japan nach Europa brachten. Wir verstehen T’ai Chi als bewegtes Zen und kombinieren es nach Möglichkeit mit Sitzmeditation. In jedem Fall bleiben wir ganz geerdet – es geht nicht um Übernatürliches oder Esoterisches.

Die Übung ist offen für Menschen verschiedener Weltanschauungen. Zen und T‘ai Chi zu üben ist, wie eine Tasse Tee zu trinken – man muss an nichts Bestimmtes glauben, damit sie schmeckt und wohltut.

Das alles muss man aber auch gar nicht wissen, damit T‘ai Chi Spaß macht.